Politisches Nachtgebet
Kreuzeskirche Marxloh

Das nächste Politische Nachtgebet in der Kreuzeskirche findet statt am

Montag, 1. Juli 2019, 18 Uhr.

Thema: Die Ukraine - ein zerrissenes Land zwischen Westen (EU) und Osten (Russland)

Reisen per Bahn und Bus in Vergangenheit und Gegenwart. Eine reiche Geschichte hat diese Region. Auf ihre Spuren begab sich der Duisburger Sozialwissenschaftler und Journalist Rainer Spallek. Er war in einem Land unterwegs, das auf westlichen Tourismus nicht vorbereitet ist.

Rainer Spallek geht auf das Schicksal der Ostjuden ein und sprach in Galizien mit einem jüdischen KZ-Häftling. Auf der Krim traf er ehemalige, ins Ruhrgebiet deportierte Zwangsarbeiter. In den Karpaten besuchte er das geographische Zentrum Europas! Das weltoffene Odessa wird vorgestellt und in Czernovitz, Geburtsstadt großer Poeten, begegnen wir Spuren deutscher Vergangenheit. Bilder von der (ukrainischen) Krim werden zu sehen sein, die wahrscheinlich so nicht mehr zu sehen sind. Ein Schwerpunkt des Vortrags ist die aktuelle politische Entwicklung der Ukraine.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

 

Politisches Nachtgebet vom 4. Februar 2019

Thema: 20 Jahre Entwicklungshilfe im Senegal/Westafrika. Rückblick und Perspektiven

Der ehemalige Handwerksmeister Hans-Dieter Palapys berichtete über das Projekt seines Vereins „Sthenos Phanos Senegal e.V.“ berichten, der in einer Großstadt im Senegal schon seit 20 Jahren jungen Menschen bei ihrer handwerklichen Ausbildung unterstützt. 

Politisches Nachtgebet

Das Politische Nachtgebet vom 3. Dezember 2018

 

Wie viel Rhein braucht Duisburg? Leben und arbeiten am Strom

Der Rheinstrom bildet als einer der mächtigsten Flüsse Europas die Lebensader in zahlreichen Regionen unseres Landes. Mit seiner Länge von mehr als eintausend Kilometer von Konstanz bis zur Mündung in die Nordsee bei Hoek van Holland dient er den unzähligen Menschen mehr als nur dem Broterwerb. Vater Rhein ist auch ein Stück weit Identität und Heimat. Das gilt besonders in Duisburg. Von Rheinkilometer 769 bis 795 tangiert der Fluss das Stadtgebiet, wo er den Menschen hier Arbeit bietet und Versorgungssicherheit garantiert ebenso Halt und Lebensqualität.

Der Vorbereitungskreis des Politischen Nachtgebets hatte Kerstin Ciesla (Foto: rechts), stellvertetende Landesvorsitzende des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (BUND) und Pfarrer Frank Wessel (Foto: links), Leiter des Evangelischen Binnenschifferdienstes und der Deutschen Seemannsmission Duisburg zu einem Meinungsaustausch mit dem Thema – wie viel Rhein braucht Duisburg- im Rahmen des Politischen Nachtgebets eingeladen.

Rund jeder 8. Arbeitsplatz sei vom Fluss abhängig. Etwa 40.000 Menschen leben von ihrer Arbeit in Handel und Logistik im Duisburger Hafen, die der Rhein erst ermöglicht. Der Hafen zählt weltweit zu den Top 50 in der Hafenwirtschaft. Doch bereits im Frühjahr zogen dunkle Wolken über dem Stromhimmel auf. Das Niedrigwasser des Stroms trübt das Bild zurzeit und zwingt die Stahlindustrie Duisburgs ihre Produktion zu drosseln. Nachrichtensender berichten, dass Binnenschiffe nur noch mit rund fünfundzwanzig Prozent ihrer Kapazität die Fahrrinnen passieren können. Eine hohe Belastung für die Binnenschifffahrt. Um dieselbe Menge an Gütern und Rohstoffen an die Kunden zu liefern macht es erforderlich, vier Touren über den Rhein zu fahren. Es stellt sich ein erheblicher ökonomischer und ökologischer Aufwand ein, falls sich die derzeitige Klimalage verstetigen sollte.

Es gelte nachzudenken, ob und wie die Binnenschiffe in diesem Fall angepasst werden können, um mit geringerem Tiefgang der Situation gerecht zu werden, überlegte Wessel.

Der Schadstoffausstoß der Schiffsmotoren wird ebenfalls immer wieder diskutiert.  Für Ciesla kann hier nur eine einheitliche europäische Lösung Sinn machen, die sich nah an den praktischen Herausforderungen orientiert. Es gab bereits geförderte Motorenaustauschprogramme, die nicht griffen, weil die erforderlichen Aggregate nicht in ausreichender Zahl verfügbar waren. Ciesla sieht noch ausgiebigen Handlungsbedarf, um beim Antrieb von Binnenschiffen eine höchstmögliche Einsparung an Kohlendioxyd zu erreichen.

Zeitnahes und verantwortliches Handeln sei gefragt, damit die heute bereits erkennbaren Risiken und Belastungen so weit wie möglich abgewendet werden könnten, resümierten Ciesla und Wessel.

 

 

Beachten Sie auch die aktuellen Hinweise auf der Homepage der Evangelischen Bonhoeffer Gemeinde Marxloh-Obermarxloh: hier klicken