Politisches Nachtgebet
Kreuzeskirche Marxloh

Das nächste Politische Nachtgebet in der Kreuzeskirche findet statt am

Montag, 2. Dezember 2019, 18 Uhr.

Thema: Fairer Handel - Mehrwert für alle!

Seit über 40 Jahre gibt es den fairen Handel. Wie hat er sich in diesen Jahren entwickelt? Was bewirkt er für Produzenten und Konsumenten? Was sind seine Kriterien? Auf diese Fragen soll im nächsten Politischen Nachtgebet eingegangen werden. Dabei soll auch besprochen werden, welche Vorteile der faire Handel für die Verbraucher hat und inwiefern er zu einem nachhaltigen Wirtschaften beiträgt.

Wenn soziale und ökologische Kriterien für die Wirtschaft, für Produktion, Handel und Konsum verbindlich werden sollen, dann reichen Freiwilligkeit und individuelle Entscheidung nicht aus, sondern sind gesetzliche Regelungen unumgänglich. So soll auch die politische Forderung nach einem „Lieferkettengesetz“ thematisiert werden.

Gesprächspartner für diese Fragen ist Martin Schaper sein, der die Infostelle „Dritte Welt“ des Ev. Kirchenkreises Duisburg leitet.

Musik: Okko Herlyn

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

 

Politisches Nachtgebet vom 4. Februar 2019

Thema: 20 Jahre Entwicklungshilfe im Senegal/Westafrika. Rückblick und Perspektiven

Der ehemalige Handwerksmeister Hans-Dieter Palapys berichtete über das Projekt seines Vereins „Sthenos Phanos Senegal e.V.“ berichten, der in einer Großstadt im Senegal schon seit 20 Jahren jungen Menschen bei ihrer handwerklichen Ausbildung unterstützt. 

Politisches Nachtgebet

Das Politische Nachtgebet vom 3. Dezember 2018

 

Wie viel Rhein braucht Duisburg? Leben und arbeiten am Strom

Der Rheinstrom bildet als einer der mächtigsten Flüsse Europas die Lebensader in zahlreichen Regionen unseres Landes. Mit seiner Länge von mehr als eintausend Kilometer von Konstanz bis zur Mündung in die Nordsee bei Hoek van Holland dient er den unzähligen Menschen mehr als nur dem Broterwerb. Vater Rhein ist auch ein Stück weit Identität und Heimat. Das gilt besonders in Duisburg. Von Rheinkilometer 769 bis 795 tangiert der Fluss das Stadtgebiet, wo er den Menschen hier Arbeit bietet und Versorgungssicherheit garantiert ebenso Halt und Lebensqualität.

Der Vorbereitungskreis des Politischen Nachtgebets hatte Kerstin Ciesla (Foto: rechts), stellvertetende Landesvorsitzende des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (BUND) und Pfarrer Frank Wessel (Foto: links), Leiter des Evangelischen Binnenschifferdienstes und der Deutschen Seemannsmission Duisburg zu einem Meinungsaustausch mit dem Thema – wie viel Rhein braucht Duisburg- im Rahmen des Politischen Nachtgebets eingeladen.

Rund jeder 8. Arbeitsplatz sei vom Fluss abhängig. Etwa 40.000 Menschen leben von ihrer Arbeit in Handel und Logistik im Duisburger Hafen, die der Rhein erst ermöglicht. Der Hafen zählt weltweit zu den Top 50 in der Hafenwirtschaft. Doch bereits im Frühjahr zogen dunkle Wolken über dem Stromhimmel auf. Das Niedrigwasser des Stroms trübt das Bild zurzeit und zwingt die Stahlindustrie Duisburgs ihre Produktion zu drosseln. Nachrichtensender berichten, dass Binnenschiffe nur noch mit rund fünfundzwanzig Prozent ihrer Kapazität die Fahrrinnen passieren können. Eine hohe Belastung für die Binnenschifffahrt. Um dieselbe Menge an Gütern und Rohstoffen an die Kunden zu liefern macht es erforderlich, vier Touren über den Rhein zu fahren. Es stellt sich ein erheblicher ökonomischer und ökologischer Aufwand ein, falls sich die derzeitige Klimalage verstetigen sollte.

Es gelte nachzudenken, ob und wie die Binnenschiffe in diesem Fall angepasst werden können, um mit geringerem Tiefgang der Situation gerecht zu werden, überlegte Wessel.

Der Schadstoffausstoß der Schiffsmotoren wird ebenfalls immer wieder diskutiert.  Für Ciesla kann hier nur eine einheitliche europäische Lösung Sinn machen, die sich nah an den praktischen Herausforderungen orientiert. Es gab bereits geförderte Motorenaustauschprogramme, die nicht griffen, weil die erforderlichen Aggregate nicht in ausreichender Zahl verfügbar waren. Ciesla sieht noch ausgiebigen Handlungsbedarf, um beim Antrieb von Binnenschiffen eine höchstmögliche Einsparung an Kohlendioxyd zu erreichen.

Zeitnahes und verantwortliches Handeln sei gefragt, damit die heute bereits erkennbaren Risiken und Belastungen so weit wie möglich abgewendet werden könnten, resümierten Ciesla und Wessel.

 

 

Beachten Sie auch die aktuellen Hinweise auf der Homepage der Evangelischen Bonhoeffer Gemeinde Marxloh-Obermarxloh: hier klicken